EinleitungFür all jene, die gern in eine Selbsthilfegruppe gehen würden, aber in ihrer Region keine passende Gruppe finden, gibt es noch die Möglichkeit selbst eine zu gründen. Gerade beim Thema soziale Ängste, kostet es für eine/n Betroffenen/n wohl besonders viel Überwindung so etwas anzugehen. Andererseits kann es auch sehr das Selbstbewusstsein stärken, selbst aktiv zu werden. Dass es gar nicht so schwer ist eine Gruppe ins Leben zu rufen, wird einem schnell klar, wenn man erstmal begonnen hat sich darum ernsthaft zu bemühen. Die größte Hürde ist meist die Angst vor dem ersten Schritt. Gerade am Anfang bekommt man in der Regel sehr viel Unterstützung von den Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen. Erste SchritteHier ein Vorschlag, wie man die Gründung einer Selbsthilfegruppe angehen könnte: Im Internet finden sich sehr viele Informationen zum Thema Selbsthilfe, mit denen man sein Wissen über grundsätzliche Kenntnisse zu Selbsthilfegruppen und den Kontaktstellen erweitern kann. Anschließend ist es ratsam, die Adresse seiner zuständigen Kontaktstelle rauszusuchen und dort einen ersten Beratungstermin zu vereinbaren. Wie die Kontaktstellen zu finden sind ist hier beschrieben. InformierenWie weiter vorzugehen ist wird sich durch das Beratungsgespräch in der Selbsthilfe-Kontaktstelle weitgehend geklärt haben. Jetzt heißt es, die bekommenen Informationen auszuwerten und genau zu überlegen wie die Gruppe aussehen soll. Schriftliche Informationen sind meist kostenfrei, auf der Seite von NAKOS unter Materialien, zu finden (bei Bestellung ist nur das Porto zu übernehmen) oder auch in der Kontaktstelle erhältlich. Räume findenAuch darüber, wo kostenlose oder kostengünstige Räumlichkeiten zu finden sind, können die Kontaktstellen Auskunft geben. Teilweise können sie auch selbst Räume anbieten. Falls sie keine eigenen Räume zur Verfügung haben, können sie aber Tipps geben, wo passende Räume für die Gruppen zu finden sind. Ist ein passender Raum gefunden, kann festgelegt werden, wann und wie oft die Treffen stattfinden sollen. Jetzt kann die Werbung für die Gruppe beginnen. Werbung machenAuch hier kann die Kontaktstelle helfen. Durch Hilfe bei der Erstellung und den Druck von Flyern, Mitteilungen an die Presse, Ratschläge wo die Flyer gut ausgelegt werden können usw. Andere Möglichkeiten die Gruppe bekannt zu machen wären Kleinanzeigen in einem Stadtmagazin oder Werbung über das Internet. Beispielsweise in Foren zu dem jeweiligen Thema, oder in regionalen Foren. Ein anderer Weg wäre eine eigene Homepage auf der ausführlich über die Gruppe informiert werden kann. Diese sollte aber schon vor der Gruppengründung und dem Beginn der Werbung fertig gestellt sein, damit in Flyern, Kleinanzeigen und Pressemitteilungen auf diese verwiesen werden kann. Das erste TreffenDer wohl aufregendste Tag im Leben einer/s Gruppengründer/in, ;-) besonders wenn es um soziale Ängste geht, ist wohl das erste Zusammentreffen mit den neuen Gruppenteilnehmern. Vor dem ersten Treffen sollte sich der oder die Gruppengründer/in überlegen, wie das erste Treffen gestaltet werden kann und natürlich auch schon ein wenig wie es danach weiter gehen soll. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass bei der weiteren Gestaltung der Treffen gleich von Anfang an alle Gruppenteilnehmer mit einbezogen werden. Auch sollte man die Mitglieder darauf aufmerksam machen, dass die Gruppe nur für alle erfolgreich und produktiv sein kann, wenn sich jeder nach seine Möglichkeiten mit einbringt. Das Motto heißt schließlich "sich gegenseitig Helfen" und nicht "einer hilft allen". Jeder Gruppenteilnehmer sollte sich bewusst sein, dass es nur funktionieren kann, wenn jeder seinen Teil zum gelingen der Gruppe beiträgt. FördergelderFür die Ausgaben, die in der Gruppe entstehen, können Fördergelder bei der Krankenkasse beantragt werden. Auch hier empfiehlt es sich wieder die Kontaktstelle in Anspruch zu nehmen. Dort Gibt es evt. eine Liste der Krankenkassen und vielleicht kann man auch sagen an welchen Mitarbeiter, der Krankenkasse, sich die Selbsthilfegruppe wenden kann. Vielleicht gibt es bei der Kontaktstelle auch Antragsvordrucke für Fördergelder und Informationsmaterial dazu. Hat man nun eine Liste, der in Frage kommenden Krankenkassen, wendet man sich telefonisch an den zuständigen Mitarbeiter. Dieser kann dann genau sagen was gefördert wird und welcher Antrag gestellt werden muss. Außerdem können auch noch offene Fragen bezüglich der Antragsausfüllung geklärt werden. Da die Krankenkasse die beantragten Fördergelder überweist wird ein Konto benötigt. Wenn es kein Gruppenkonto gibt, kann das Geld auch auf das Konto eines Gruppenmitgliedes überwiesen werden. |
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